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Sehenswürdigkeit Nationalpark Uluru-Kata Tjuta
Eine Sehenswürdigkeit, auf welche kein Tourist bei einem Besuch Australiens verzichten sollte, ist Nationalpark Uluru-Kata Tjuta. Inmitten des Nationalparks befindet sich der Ayers Rock / Uluru ein von den Ureinwohnern Australiens, der Aborigines oder der Anangus wie sie in dieser Region genannt werden, heiliger Berg. Der Ayers Rock gehört gemeinsam mit dem Kata Tjuta einer Gruppe gewölbter, großer Felsformationen zum Nationalpark Uluru-Kata Tjuta. Wenn dieses auffällige Felsgebilde auch einem Monolith ähnelt, so handelt es sich hierbei lediglich um ein Felsgebilde, das zum größten Teil bis zu sechstausend Metern tief unterirdisch verläuft. Bei dem Uluru handelt es sich um eine große, einer Insel ähnelnden Felsformation aus rostfarbigen Sandstein. Diese Felsformation liegt zentral im Land im südlichen Teil des Nothern Territoriums. Die nächstgrößere Stadt ist die 335 km südwestlich vom Uluru gelegene Stadt Alice Springs. Obwohl im Gebiet des Ayers Rock seit mehr als 10.000 Jahren die Anangus leben, wurde er erst im Jahre 1873 von einem europäischen Landvermesser entdeckt und erhielt den Namen Uluru, welches der Name des ehemaligen Besitzers war. Zu Ehren des damaligen Premierministers Australiens „Sir Henry Ayers“ erhielt er später den Namen Ayers Rock und seitdem wurden beide Bezeichnungen verwendet. 1993 erfolgte dann die offizielle Namensgebung, seitdem heißt dieses eindrucksvolle Felsgebilde Ayers Rock /Uluru und ist wohl eines der schönsten und beeindruckendsten Wahrzeichen des Landes. 1985 ging der Berg nach einem Gerichtsentscheid der australischen Regierung wieder in den Besitz der Anangus über.
Reisen und Urlaub in Australien
Dieses natürlich entstandene Felsgebilde, welches weltbekannt ist und auch zum börsennotierten Weltkulturerbe gehört, steht 348m hoch und hat einen Umfang von 9,4 km, der größte Teil der Formation befindet sich jedoch unter der Erde, diese Sandstein Formation liegt 865m über dem Meeresspiegel. Sehr beindruckend ist es, das man beim Beobachten des Uluru eine Veränderung der Farbe feststellen kann, dies wird durch die verschiedenen Tages- und Jahreszeiten und dem damit verbundenen verschiedenen Lichteinfalls möglich. Ein ganz besonderer Anblick dabei bildet der Sonnenuntergang, denn dieser leuchtet kurz rot auf. Sollte es in dem Gebiet regnen, was hier äußerst selten ist so ändert der Fels seine Farbe und bekommt ein silbrig-graues Aussehen, welches mit Streifen schwarzer Algen durchzogen wird. Diese Streifen dienen dann als Kanäle der Wasserführung in dem Gebiet.
Die rot-braun-rostige Farbe verdankt die Oberflächenschicht des Ayers Rock der Verwitterung und der dadurch entstandenen Oxidation eisenhaltiger Mineralien. Die Felsformation selbst ist stark genarbt und besteht zum größten Teil aus Feldspat einer Art von Sandstein. In der Ayers Rock Region findet man nicht nur einzigartige Naturdenkmäler, sondern auch viele Arten einheimischer Tiere, aber auch der Pflanzenreichtum in dieser Region bedarf einem besonderen weltweiten Schutz. Die Tierwelt des Ayers Rock bekommt man am sichersten und am besten am frühen Morgen oder gegen Abend zu sehen. Um den Felsen herum zieht sich ein fruchtbarer Gürtel, da sich hier das Regenwasser am Fuße des Felsens ansammelt und dieser kargen Landschaft ein besonderes Flair gibt. Wenn es im Sommer gelegentlich regnet, bilden sich hier wunderschöne Blütenteppiche aus Wildblumen und der Spurts Desert Rose, die Wappenblume der Region Northern Territory erblüht in voller Pracht.
Für die Ureinwohner der Region, den Aborigines ist der Uluru ein sehr heiliger Ort, denn er gilt für die Ureinwohner auch als Wasserquelle und hier finden sie Nahrung für Mensch und Tier. Der Ayers Rock besticht durch seine uralte mystische Kultur, die wie keine andere so perfekt mit der Natur in Einklang steht. Am Fuße des Ayers Rock, in den Schluchten und Höhlen des Berges findet man Zeichnungen und geheimnisvolle Symbole, welche sich schwer deuten lassen. Aber es wird vermutet das sich hinter ihnen Zeichen verbergen, welche über die Geschichte der Ureinwohner Australiens Zeugnis geben. Ein Erlebnis ist es auf jeden Fall, die Haupatttraktion des Nationalparkes zu umwandern. Obwohl die Ureinwohner den Berg als Heiligtum ansehen, welcher aus ihrer Sicht nicht bestiegen werden sollte, hindern Sie aber keinen Touristen daran. Der Aufstieg sollte aber gut durchdacht sein, denn gerade im australischen Sommer belastet er den Kreislauf sehr und noch dazu besteht die Gefahr eines schnellen Wetterumschwunges. Zu beachten ist auch das der Uluru nur auf einer von den Anagus gekennzeichneten Strecke zu erreichen ist. Wer aber einmal den Uluru besichtigt hat sollte nicht abreisen ohne auch gleichzeitig den Kata Tjuta und das Ayers Rock Resort gesehen zu haben. Die Kuppeln der Kata Tjuta ragen nur wenige Kilometer westlich, der Ayers Rock aus einer wüstenhaften Ebene empor. Die höchste Kuppel bildet dabei der 546m hohe Mount Olga. Der Kata Tjuta ist ein gewaltiges Felsmassiv, welches im Laufe der Jahre aufgrund zerstörender Kräfte der Verwitterung aufgespalten wurde und so diese beeindruckenden 36 Kuppeln zum Vorschein kamen. Diese Felskuppeln lassen sich auf leichten Wanderwegen erreichen, die Klettertouren auf die Kuppeln hingegen sind schwieriger. Das Ayers Rock Resort wurde 1984 eröffnet und liegt etwas außerhalb des Nationalparkes. Es besticht besonders durch eine optimal durchdachte Bauweise und Farbgebung und passt sich so sehr gut in die traumhafte Landschaft ein. Im Resort findet man Hotels, Geschäfte, Restaurants und einen Campingplatz alles in verschiedenen Preisklassen, aufgebaut ist dieses Resort wie eine kleine Stadt. Sehr schön ist auch ein kleines Observatorium in welchen man sich den südlichen Sternenhimmel ausgiebig anschauen kann.
Artikel wurde zuletzt geaendert am: 21.06.2010; 15:16:54 Uhr











