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Deutschland mit seiner berühmtesten Sehenswürdigkeit – Brandenburger Tor
Was ist wohl in Deutschland die bekannteste Sehenswürdigkeit? Geschichtsträchtig, noch dazu ein Symbol für die Einheit Deutschlands, immer von vielen Besuchern aus dem In- und Ausland umlagert, das ist das Brandenburger Tor in der Hauptstadt Berlin. Ein Muss für jeden, der nach Berlin kommt. Im historischen Stadtkern Berlins gelegen, am Pariser Platz, trennte das Brandenburger Tor einst Ost- und Westberlin voneinander. Es ist das bedeutendste Wahrzeichen Berlins und nicht nur für Deutsche, sondern weltweit ein charakteristisches Symbol für Deutschland und Berlin.
Errichtet wurde das Brandenburger Tor von 1788 bis 1791 unter König Friedrich Wilhelm II. von Preußen. Er suchte nach einem prachtvollen Abschluss für den Prachtboulevard Unter den Linden sowie einen würdigen Ersatz für den Vorgängerbau im Zuge des Ausbaues der Stadtmauer. Der Architekt war Carl Gotthard Langhans. Das Brandenburger Tor wurde im frühklassizistischen Stil aus Elbsandstein errichtet, in Anlehnung an die Akropolis in Athen. Aufgebaut wurde es von der Berliner Steinmetzfirma Zeidler & Wimmel. Es ist das einzige heute noch bestehende Stadttor Berlins.
Das Brandenburger Tor ist 26 Meter hoch, 65,5 Meter breit und 11 Meter tief. Es verfügt über fünf Durchfahrten, davon ist die mittlere etwas breiter als die anderen vier. Getragen wird das Tor auf jeder Seite von sechs dorischen Säulen, die 15 Meter hoch sind. Am Fuß haben sie einen Durchmesser von 1,75 Meter. Der obere Abschluss des Tors sowie die Innenseiten der Durchfahrten sind belegt mit Reliefs, die über künstlerische Darstellungen verfügen. Rechts und links des Tors befindet sich jeweils ein Torhaus. In einem Torhaus befindet sich eine Statue des römischen Kriegsgottes Mars, in dem anderen eine Statue der Göttin Minerva. Sie wurde jedoch im Zweiten Weltkrieg zerstört und später durch eine Kopie ersetzt.
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Die Krönung des Brandenburger Tors bildet die berühmte Quadriga. Sie besteht aus Kupfer und ist etwa fünf Meter hoch. Gefertigt wurde sie von Gottfried Schadow, einem der bekanntesten deutschen Bildhauer. Vier Pferde ziehen einen Wagen, den die Siegesgöttin Viktoria lenkt. Sie trägt ein Kreuz mit einem Reichsadler.
Die Quadriga selbst ist schon geschichtsträchtig. Sie wurde im Jahre 1793 auf das Tor aufgesetzt. Im Jahre 1806 wurde die Quadriga nach der Niederlage Preußens von Napoleon nach Paris verschleppt. Auf Grund des Sieges der Allianz wurde sie im Jahre 1814 wieder zurück geholt und an ihrem Bestimmungsort wieder aufgesetzt. Während des Zweiten Weltkrieges wurde sie dermaßen beschädigt, dass sie im Jahre 1856 entfernt wurde und ersetzt werden musste durch eine Kopie.
Im Rahmen der Vereinigungsfeiern und der großen Silvesterfeier am Brandenburger Tor im Jahre 1989/1990 wurde die Quadriga wieder stark beschädigt. Zuschauer waren auf das Tor geklettert und entwendeten Teile der Quadriga. Noch dazu war die Quadriga stark durch Rost geschädigt. Sie wurde rekonstruiert und konnte zwei Jahre später wieder auf das Tor gesetzt werden.
Die Benutzung der mittleren Tordurchfahrt war bis zum Abtreten Wilhelms II. im Jahre 1918 nur Mitgliedern der kaiserlichen Familie und deren Gästen vorbehalten.
Die Nationalsozialisten feierten im Januar 1933 mit einem Fackelzug durch das Brandenburger Tor ihre Machtergreifung. Adolf Hitler hatte Umbaupläne des Brandenburger Tors, die aber nicht mehr verwirklicht wurden. Das Brandenburger Tor wurde stark zerstört während des Zweiten Weltkrieges, eine Säule wurde während der Bombenangriffe völlig zerstört. Von der Quadriga bestand ein Gipsabguss aus dem Jahre 1942.
Trotzdem die Hauptstadt durch die Gründung der DDR im Jahre 1949 geteilt war, arbeiteten West- und Ostberlin an der Rekonstruktion des Brandenburger Tors mit. Im Jahre 1957 wurde die Rekonstruktion abgeschlossen.
Nach der Errichtung der Berliner Mauer im Jahre 1961 konnte das Brandenburger Tor von keiner Seite aus durchfahren werden. Nur Grenzsoldaten der DDR sowie Staatsgäste der DDR durften an das Bauwerk heran. So führte es drei Jahrzehnte lang ein isoliertes Dasein, stand jedoch deshalb nicht weniger im Interesse der Weltöffentlichkeit. Das einstige Symbol für die Teilung der Stadt sowie Deutschlands wurde geöffnet im Rahmen der Wiedervereinigung Deutschlands im Dezember 1989, unter dem Jubel vieler Menschen. Die Sperranlagen wurden entfernt, heute steht das Brandenburger Tor als Nationalsymbol Deutschlands und für die deutsche Wiedervereinigung.
Der Sandstein des Brandenburger Tors war auf Grund der Vernachlässigung im Laufe der Zeit und durch Umwelteinflüsse starken Verwitterungen ausgesetzt. Es musste im Jahre 2000 restauriert werden. Pünktlich zum 03. Oktober 2002 konnte es feierlich enthüllt werden. Um eine Schädigung des Sandsteins zu verhindern, ist das Brandenburger Tor für den Autoverkehr gesperrt.
Das Brandenburger Tor befindet sich im Berliner Stadtteil Mitte. Auf der Westseite des Brandenburger Tors schließt die Straße des 17. Juni an und führt durch den Stadtteil Tiergarten. Erreichbar ist das Brandenburger Tor mit verschiedenen S-Bahn-Linien, die dort unterirdisch verkehren, sowie mit der U-Bahn-Linie U 55. Die Linien kreuzen sich am unterirdisch gelegenen Bahnhof Brandenburger Tor. Zu Fuß kann man das Brandenburger Tor über die Straße Unter den Linden sowie den Pariser Platz erreichen.
Ein Raum der Stille wurde im Jahre 1994 als Meditationsraum und Ort der Einkehr in der Großstadthektik errichtet im nördlichen Torhaus.
Bei Sonnenuntergang, abends und bei Nacht bietet das Brandenburger Tor ein stimmungsvolles Bild. Besucher werden den Anblick in schöner Erinnerung behalten.
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Artikel wurde zuletzt geaendert am: 12.05.2010; 22:19:45 Uhr











