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Jemen Reiseland und Urlaub
Die Republik Jemen befindet sich im Süden der Arabischen Halbinsel. Im Norden grenzt das Land an Saudi-Arabien, an den Oman im Osten, an das Arabische Meer und an den Golf von Aden im Süden und an das Rote Meer im Westen. Auch gehören einige Inseln zu Jemen, wie die große Inselgruppe Sokotra im indischen Ozean, sowie Kamaran und Perim im Roten Meer. Nur wenige Kilometer jenseits des Roten Meeres befinden Eritrea und Dschibuti. Das Rote Meer hat eine Küstenlänge von 2400 km.
Jemen wird in drei Regionen gegliedert, die leicht ansteigende Küstenebene, die zwischen 30 und 60 km breit ist, im Südwesten wird sie durch Gebirgsausläufer untergliedert. Hier findet man zum Teil Reste von ehemaligem Vulkanismus, Aden befindet sich beispielsweise, in einem vulkanischen Doppelkrater. In der westliche Küstenebene, der Tihama wo überwiegend Kies- und Sandflächen zu finden sind.
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Zum Inneren des Landes hin steigt steil das zerklüftete Randgebirge an. Dieses überschreitet im Westen 3000m. Südwestlich von der Hauptstadt Sanaa liegt der Dschabal an-Nabi Schu aib. Dieser Berg ist mit seinen 3760 m der höchste Berg von Jemen. An dieses Randgebirge schließt sich ein Hochland an, welches mit Wadis durchzogen ist. Die Durchschnittshöhe dieses Gebietes beträgt 2000 m bis 2500 m. Das bekannte Wadi Hadramaut verläuft parallel zur Südküste. Das Hochland fällt nach Nordosten stufenweise zur Zentralarabischen Sandwüste, ar-Rub al-chali, ab.
Vor unserer Zeitrechnung entwickelte sich der Jemen zu einem bedeutenden Reich, vor allen Dingen durch den Handel mit Weihrauch. Das Land wurde ab dem 7. Jahrhundert islamisiert und wurde zur Randprovinz. Jemen wurde im 16. Jahrhundert von den Osmanen erobert. Das Land geriet seit Öffnung des Suezkanals wieder stärker in den Vordergrund. 1839 wurde der Südjemen von Großbritannien besetzt.
Das Osmanische Reich und Großbritannien legten 1905 eine gemeinsame Grenze fest. 1919 wurde Jemen, nach dem Zerfall des Osmanischen Reichs, unabhängig und begann gegen den britischen Süden einen Guerillakrieg. Im Jahr 1962 wurde die Republik ausgerufen und 1990 fand die Vereinigung vom Süden und Norden statt. Es herrschten seit den 1990er Jahren Bürgerkriege, die politische Lage ist noch nicht stabil.
Seit 1991 ist Jemen eine islamische Präsidialrepublik, die Hauptstadt von diesem Land ist Sanaa. Jemen hat ca. 23,01 Millionen Einwohner. vor allem Araber, aber auch Afro-Araber, Südasiaten und Europäer leben in diesem Land. Die Amtssprache in Jemen ist Arabisch, teilweise wird in einigen Städten Englisch gesprochen. Die Währung ist 1 Jemen Riyal (YER) = 100 Fils. Kreditkarten werden nur in Touristikzentren und in großen Hotels akzeptiert.
Der wichtigste Erwerbszweig in Jemen ist die Landwirtschaft. Es gedeihen hier Gerste, Hirse, Tabak, Kaffee und Baumwolle. Die Viehzucht dient der Selbstversorgung. Der Fischfang wird vor den Küsten betrieben. Im Landesinneren befinden sich einige Ölfelder. Der Quat-Strauch wird im Hochland angebaut, die Männer des Landes kauen drauf fast ständig herum.
Im Jemen werden noch einige traditionelle Handwerksberufe gepflegt. Besonders schöne und reizende Künste sind in der Architektur, der Schmuckherstellung, dem Metallwaffenhandwerk, der Kunst des Webens, der Stein- und Tontöpferei, der Lederindustrie und in der Produktion von Gegenständen aus Palmenblättern zu sehen. Diese Produkte werden auf den traditionellen Märkten und diversen Wochenmärkten angeboten.
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Artikel wurde zuletzt geaendert am: 15.03.2010; 18:32:59 Uhr











