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Sehenswürdigkeit Sanaa, die Hauptstadt des Staates Jemen

Sanaa im Jemen Der im Nahen Osten gelegene Staat Jemen, im Süden der arabischen Halbinsel, liegt unweit dem Roten Meer entfernt und ist geprägt durch sein überwiegend feuchtheißes und niederschlagarmes Klima. Abgesehen von einigen kurzen Intervallen herrscht schon seit jeher die Armut. Dies ist auf das wenige Land, welches sich zur Landwirtschaft eignet, dem gering begrenztem Wasser und der rauen Geografie zuzuschreiben. Trotzdem lassen sich in Jemen einige interessante Sehenswürdigkeiten und Attraktionen erkunden. So gehört die fast 2000 Jahre alte Hauptstadt Sanaa wohl zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten in Jemen.

 

Während einem Aufenthalt in dieser Stadt über mehrere Tage sorgen Märkte, Museen und interessante Basare für gute Laune. Zwischen Aden und Mekka galt früher Sanaa als ein wichtiges Handelszentrum. Aus dieser Zeit rühren noch heute zu besichtigende Reste der Stadtmauer, welche einst die Stadt umgab.

Auf einer Besichtigungstour in Sanaa darf natürlich ein Besuch des Nationalmuseums nicht fehlen. Beeindruckend schon alleine ist das Gebäude. Es ist ein aus dem Jahre 1930 stammender ehemaliger Palast, welcher heute das Nationalmuseum beherbergt. In diesem Museum wird man anhand von verschiedenen interessanten Ausstellungstücken Zeitzeuge der Geschichte des Volkes und der aus der vorislamischen und islamischen Kultur. Unter anderem sind hier alte Münzen, diverse Kleidungstücke und verschiedene Manuskripte aus dem Koran ausgestellt.

 

Reisen und Urlaub im Jemen

 

 

Ebenso lohnenswert ist ein Besuch des Militärmuseums. Hier erfährt man viel über das jemenitische Militär und deren Geschichte.

 

Mit einem großen Gewürzmarkt und vielen Handwerksbuden ist der Markt Souk-al-Milh besonders interessant und lädt zum Schlendern ein. Hierbei sollte man auch unbedingt in Sanaa die ehemalige Karawanserei Samsarat Al-Hlaqah besuchen. Sie beherbergt heute das nationale Frauenzentrum für Textilarbeiten und Kunsthandwerksprodukte jemenitischer Frauen. Eine Galerie und weitere Kunstgewerbeläden mit solchen Arbeiten befinden sich in der Karawanserei Samsarat al Nahass. Die Karawanserei Samsarat Mohammed Ibn al Hassari ist wohl das größte Lagerhaus des Staates Jemen und befindet sich ebenfalls in Sanaa. Leider steht dieses Gebäude mit seinen mehr als zweihundert Räumen, welche sich über mehrere Etagen verteilen, seit 1948 leer.

 

Der Suk von At Tauwilah gilt als absolutes Highlight. Für die damalige Bauweise der Suks gilt es als ein absolutes Vorzeigebeispiel. Nur durch Säulen oder dünne Steinwände voneinander getrennt reihen sich hier Geschäft an Geschäft. Das Gebäude zeigt mit seiner Architektur eine harmonische Einheit.

Für himjaritischen Zeit gilt die Stadtburg al Kaser in Sanaa, als eine der mächtigsten Burgen. Für den Tourismus ist diese Burg jedoch leider nicht zugänglich. Dafür aber zahlreiche Moscheen.

Sanaa ist wegen ihres Alters ist, vor allem die Altstadt, welche zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde, mit Bauten und ­jahrhunderten alten gut erhaltenen Häuserzeilen aus der langen Geschichte geprägt. Die Stadt gilt wegen ihrer Schönheit als die Perle von Arabien. Die Fassaden der Häuser aus braunen Lehmziegeln nehmen unter der heißen Sonne eine leicht rosa Färbung an und an den Fassaden die Ornamente aus Stuck schimmern weiß. Obwohl die alten Häuser alle nach dem gleichen Muster erbaut sind, sehen sie unterschiedlich aus und scheinen endlos zu sein. Lebendig wird es in den Suq von Sanaa. ­Hier versetzen kleine Gässchen mit unzähligen Händlern den Touristen in die Geschichte von Tausend und einer Nacht. Untermalt wird diese Geschichte mit dem Geruch von schwarzem Sesam, Kurkuma und Henna. Edle handgewebte Tücher und kostbare Seide erlebt man im Stoff Suq. Eine unglaubliche Auswahl an mit bunten Steinen verzierten ziselierten Ohrringen und ­behauenen Silber, sowie Armreifen, wunderschöne Töpferwaren, Kupfertöpfe, große Bündel Quat, Alabasterlampen und Wasserpfeifen findet man in der Silber Suq.

Das Einkaufen auf diesem schönen und reichhaltigem Markt erlebt der Tourist mit einer angenehmen Erfahrung, da er von Niemanden zum Kauf bedrängt noch angebettelt wird.

 

 

 

 

 

Unbedingt sollte man, während einem Aufenthalt in Sanaa, einen der Schönheitssalons zur Entspannung aufsuchen. Ihre Schaufensterscheiben sind in Weiß gehalten, damit keine neugierigen Blicke von außen hinein schauen können. Hier wird der traditionelle Hautschmuck der Jemeniterinnen, die Henna Tattoos, von Hand mit dem Pinsel und mit wundervollen Blumenblättern auf Hände, Gesicht, Füße und Körper angebracht. Oft werden vor der Hochzeit die Bräute in ein Henna Bad gesetzt, da es als Symbol des Lebens gilt. Durch den hohen Anteil an Jod wirkt Henna desinfizierend für die Haut und hält recht lange.

In diesen Saloons sind auch die Blätter, die sogenannten Qat, zu bekommen, die die meisten Männer in Jemen kauen. Dieses Blätterkauen steht traditionell für das Unterdrücken von Hunger und Durstgefühl und verleiht einen leichten Rauschzustand. So ist es nicht verwunderlich, das in der ansonsten alkoholfreien arabischen Welt, die Wasserpfeife und Qat als Kulturdrogen betrachtet werden.

Sie gelten hier so normal, wie bei uns das Glas Rotwein oder die Zigarette angezündet wird.

 

Die zahlreichen Moscheen, welche in einer Pracht aus Stein und Ton erbaut wurden und mit wunderschönen Fayence Arbeiten versehen sind, sind Allah gewidmet und für Besucher leider nicht zugänglich. Doch schon von außen bieten sie einen unvergesslichen Anblick. Die Bevölkerung in Sanaa ist sehr freundlich und nicht aufdringlich. Mit neugierigen Blicken jedem Fremden gegenüber begegnet man ihnen hier überall in einer Stadt, in der schon vor mehr als 1000 Jahren sehr hohe Häuser gebaut wurden. Sanaa ist ein idealer Ausgangspunkt zu einer Tour zum Roten Meer. Auf der Fahrt begegnet man einigen schönen, teilweise idyllischen Ortschaften, in denen man in die Geschichte des Landes eintauchen kann. Ebenso in direkter Nähe des Roten Meeres. Hier kann der Tourist auch einen schönen Tag am Meer und Strand verbringen.

 

 

 

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Artikel wurde zuletzt geaendert am:  13.06.2010; 11:44:57 Uhr





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