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Die Hauptstadt Damaskus - Sehenswürdigkeiten in Syrien
Als eine der bekanntesten und berühmtesten Sehenswürdigkeit in Syrien ist wohl die Hauptstadt Damaskus anzusehen. Sie ist eine der ältesten Städte auf der Erde, welche kontinuierlich und durchgehend bewohnt ist und liegt eingefasst zwischen den Grenzen Syriens zum Libanon im Westen, zu den Golanhöhen im Südwesten, zu Jordanien im Süden, zum Irak im Osten und zur Türkei im Norden. Damaskus erstreckt sich im Barada-Tal am Fuße des Berges Oasyun. Schon früh war die Gegend von Damaskus in einer regenarmen Landschaft als großflächige Oase ein anziehender Siedlungsraum.
Der ganzjährig fließende Fluss Barada bewässert die Oase Ghuta, welcher von jeher als Lebensader der Stadt Damaskus gilt. Vom Osten bis zur im Süden liegenden arabischen Halbinsel hin erstreckt sich neben Damaskus die Syrische Wüste. Da Damaskus in der subtropischen Klimazone liegt, herrscht ganzjährig ein angenehmes Klima. Am heißesten ist es in den Sommermonaten von Juni bis August mit einer Durchschnittstemperatur von 24,6 bis 26,6 Grad Celsius. In den Monaten von Dezember bis Februar wird es mit Temperaturen zwischen 6,2 bis 7,9 Grad Celsius am kältesten. Von Oktober bis April fällt der meiste Regen. Es ist selten, dass die Temperaturen in den Wintermonaten unter 0 Grad Celsius fallen. Daher ist Damaskus eine ganzjährig zu besuchende Sehenswürdigkeit. Diese eigenständige, von einem Gouverneur regierende, Stadt gilt unter anderem als religiöses Zentrum des Orients.
Reiseziel Damaskus in Syrien
Erstmals wird Damaskus in der Bibel erwähnt. Hier heißt es, das ein Flüchtling namens Reson aus dem aramäischen hadadeser Königreich von Zoba die Oberherrschaft Salomons abschüttelte und eine neue Dynastie gründete. Zahlreiche Kriege und Schlachten über die Herrschaft von Damaskus fanden in den Jahren danach statt. Unter der Herrschaft der Osmanen wurde die Stadt weiter ausgebaut und wirtschaftlich begünstigt, da sie für die jährlichen Wallfahrten nach Mekka als Ausgangspunkt diente. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Damaskus zu einem Zentrum der Nationalbewegung im ostarabischen Gebiet. Im Jahre 1946 wurde Damaskus im unabhängigen Staate Syrien Hauptstadt und die letzten alliierten Truppen rückten ab.
Im Sinne der UNESCO zählt die Altstadt von Damaskus seit 1979 zum Weltkulturerbe. Doch droht die Einstufung als gefährdetes Kulturgut auf der Roten Liste, da in den letzten Jahrzehnten ein massiver Bevölkerungszuwachs zu verzeichnen ist und die damit verbundene Zunahme des Individualverkehrs sowie der Tendenz zur Verslumung des alten erschlossenen Zentrums, welches so gut wie nur zu Fuß zu erreichen ist.
Besonders stark stieg die Bevölkerung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ein Großteil der in Damaskus lebenden Bevölkerung bilden die Araber, gefolgt von den Kurden aus der Türkei. Aber auch Armenier, Aramäer, Griechen und Palästinenser leben in der Hauptstadt Damaskus. Demzufolge begegnet man in Damaskus den unterschiedlichsten Religionen und Konfessionen. Trotz der interkonfessionellen Auseinandersetzungen, welche ein paar Mal in der Geschichte von Damaskus vorkamen, überwiegt ein friedliches Leben miteinander.
Die Hauptstadt Damaskus gilt neben dem religiösen Zentrum gleichfalls auch als kulturelles Zentrum des Orients. Damaskus bietet, durch ihr Alter und untergliedert in einzelne Stadtbezirke, eine reiche Palette die es für den Touristen zu entdecken und erkunden gilt. Im Zentrum der Stadt befindet sich die Altstadt, welche sich durch die Via recta von Ost nach West aufteilt. Sie ist geprägt von traditionellen Wohnhäusern, engen Straßen und überdachten Märkten. Hier, im nordwestlichen Teil der Altstadt befindet sich auch das wichtigste Gotteshaus der Stadt die Umayyaden-Moschee. Sie ist umringt von berühmten Marktvierteln, den sogenannten Suqs, wie zum Beispiel der überdachten Suq al-Hamidiya. Entspannung findet der Tourist in einem die hier zahlreichen ansässigen Dampfbädern, den Hamams. Wobei man das Hamam Nur-ed-Din unbedingt erwähnen sollte. Von der Altstadt sollte man als Tourist unbedingt einen Abstecher in das nordöstlich gelegene jahrhundertealte Viertel der Christen machen.
Hier hinter dem Thomas-Tor stehen viele alte Kirchen. Unter anderem steht hier die Ananias-Kirche, in der der Überlieferung nach Paulus das Augenlicht zurückerhielt. Sie ist eine der ältesten christlichen Sakralbauten und liegt bis zu einer Tiefe von sechs Meter in der Erde. Ebenso nennenswert ist die im Stadttor Bab Kaisan befindliche Kapelle des Heiligen Paulus.
Ganz markant und typisch für die Altstadt in Damaskus sind Häuser mit einem Innenhof. Meistens befindet sich in deren Innenhofmitte ein Springbrunnen umpflanzt mit Zitronen- und Bitterorangenbäumen. Etwa zehn Kilometer südlich der Altstadt findet man die in 1979 erbaute Moschee der Syyida Zaineb, welche auch hier beerdigt wurde. Die Moschee ist für schiitische Muslime ein wichtiges Pilgerziel. Die in der Hauptstadt befindliche, fast noch komplett erhaltene Zitadelle von Damaskus diente einst als Festung mit einer besonderen Verteidigungstechnik. So verfügte sie zum Beispiel über zwei in die Torhalle führende gegenüberliegende Außentore.
Archäologische und historische Funde als Zeitzeugen der Geschichte von Damaskus befinden sich in den verschiedenen zahlreichen Museen, die jedes Herz eines Historikers höher schlagen lassen. Zu schönen Spaziergängen und zur Erholung nach einem sehensreichen Tag laden die verschiedenen Parkanlagen in Damaskus ein. Der hier wohl größte öffentliche Park ist der Tischrin Park, in dem Konzerte abgehalten und jährlich das internationale Blumenfestival stattfindet. Natürlich hat der Tourist nach so viel Geschichte und Historie auch die Möglichkeit sich Abkühlung zu verschaffen. Auf einer Länge von 200 Kilometer an der Küste kann er sich in die Fluten des Mittelmeeres stürzen. Auch findet er hier das eine oder andere ungestörte Plätzchen, wo er seinem Badevergnügen nachgehen kann.
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Artikel wurde zuletzt geaendert am: 31.05.2010; 22:06:40 Uhr











