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Türkei mit ihrer berühmtesten Sehenswürdigkeit – Pamukkale

Reiseziel Turkei Die Türkei ist eines der beliebtesten Urlaubsländer der Deutschen, einerseits als Sonnenland für einen Badeurlaub, andererseits aber auch mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten. Ein Muss für den Besucher sind die Kalksinterterrassen von Pamukkale. Sie gehören seit 1988 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Pamukkale selbst ist eine Kleinstadt im Südwesten der Türkei. Die Kalkablagerungen, welche die berühmten Terrassen bilden, sind fast weiß und sind im Laufe von Jahrtausenden aus Ablagerungen kalkhaltiger Thermalquellen entstanden.

 

Am Hügelsaum des Großen Mäanders, einer geologischen Bruchzone oberhalb der Sinterterrassen, entspringen die Thermalquellen. Das Wasser der Thermalquellen ist gesättigt mit Calciumhydrogencarbonat. Tritt das Quellwasser aus, so kommt es zum Druckabfall und es entweicht Kohlendioxid. Dabei wird die Löslichkeitsgrenze von Calciumcarbonat überschritten. Es lagert sich ab in Form von Travertin, einem porösen, hellen Kalkstein. Das Thermalwasser hat eine Temperatur von durchschnittlich 30 °C. Etwa 250 Liter werden pro Sekunde ausgeschüttet. Ungefähr 2 g Kalk sind in einem Liter Thermalwasser gelöst. Entspringt das Wasser aus den Quellen oberhalb der Terrassen, hat es noch eine Temperatur von etwa 50 °C. Fließt es dann über die Terrassenbecken, kühlt es sich ab. Die Kalkablagerungen können entstehen. Je weiter das Wasser nach unten fließt, um so kühler wird es. Deshalb hat das Wasser in den verschiedenen Becken unterschiedliche Temperaturen.

 

Sehenswürdigkeiten in der Türkei

 

 

Touristen machten früher nicht halt, an diesem wunderbaren Naturphänomen Picknicks zu veranstalten und ihren Müll dort achtlos zu entsorgen. Umliegende Hotels oberhalb der Terrassen nutzten das Thermalwasser, wobei es zu starken Verschmutzungen der Anlage kam sowie zu Schädigungen durch den Wasserentzug. Die Terrassen verfärbten sich daher bald in ein unansehnliches Grau. Nicht zuletzt nahmen Touristen einfach Teile der Terrasen mit als Souvenir. In den Thermalquellen wurde gebadet, weshalb es zu Verunreinigungen durch Sonnencreme und andere  Chemikalien kam. Der Kalkstein wurde dadurch angelöst und brüchig. Einige Terrassen wurden nahezu vollständig zerstört. Um weitere Schäden abzuwenden und die Anlage wieder in ihren fast weißen Zustand zurückzuführen, wurden bis 1998 die Hotels abgerissen. Neue Hotels wurden unterhalb der Terrassen errichtet.

 

Das Wasser gelangt erst zu den Hotels, nachdem es seinen Weg über die Terrassen genommen hat. Ein Bewässerungssystem wurde angelegt, welches die Terrassen mit frischem Wasser versorgt und sie säubert. Die Terrassen sind in 20 Bewässerungsabschnitte unterteilt, von denen täglich nur einer bewässert wird. So wird den frischen Kalkablagerungen genug Zeit gegeben, um zu trocknen. Die besonders stark beschädigten Terrassen wurden ausgebessert mit Spezialbeton. Die Anlage darf seit einigen Jahren nur noch auf gekennzeichneten Wegen und nur barfuß betreten werden. Einen Beutel für die Schuhe sollte man nicht vergessen.

 

 

Eine Straße, die einst durch die Terrassen geschlagen wurde, um einen schnelleren Zugang zu den Hotels zu ermöglichen, wurde mit Betonbecken bedeckt, die den natürlichen Kalksinterterrassen nachempfunden sind. Das Wasser fließt darüber und es kommt zu Sinterausfällungen. So nehmen die Betonbecken nach und nach ein natürliches Aussehen an. Nur im Bereich dieser früheren Straße ist es dem Besucher möglich, die Terrassen zu betreten. Man kann entweder aus dem Ort Pamukkale oder über die Stadt Hierapolis zu der Straße gelangen. Sicherheitspersonal regelt die Frequentierung dieser Straße. Das Gebiet von Pamukkale wurde zum Nationalpark erklärt.

Heute erstrahlt das Gebiet wieder in seinem natürlichen Glanz. Die Ausbesserungen sind unter den natürlichen Kalkablagerungen fast nicht mehr zu sehen. Trotzdem bedarf es noch vieler Jahre, bis von den Schäden nichts mehr zu sehen ist. Das Einzige, was aus der Zeit, als die Kaskaden so stark beschädigt wurden, geblieben ist, ist das Thermalbad des Pamukkale Motels. Der Eintritt in das Bad kostet pro Person 8,00 €. Das Baden im warmen Wasser und das Schwimmen über Ruinenreste sowie die exotische Landschaft und die schöne Bepflanzung werden in wunderbarer Erinnerung bleiben.

Der Name Pamukkale bedeutet Baumwollburg. In der Tat erinnert der Anblick an ein reifes Baumwollfeld oder Schnee und Eis. Der Gedanke an ein Märchenschloss kommt auf.

 

 

 

 

In der Nähe von Pamukkale befindet sich die antike griechische Stadt Hierapolis, die ausgegraben wurde und Überreste von Grabstätten und Tempeln zeigt, aber auch von römischen Bädern, die durch das Thermalwasser von Pamukkale gespeist wurden. Auch sie ist einen Besuch wert. Sie konnte nur entstehen auf Grund der Quellen. Im Jahre 190 vor Christus wurde sie von Eumenes II von Pergamon gegründet.

 

Die Stadt soll ungefähr 100.000 Einwohner gehabt haben. Das Amphitheater der Stadt, was etwa 15.000 Menschen Platz bot, ist noch am besten erhalten. Die Thermalquellen wurden bereits von den Griechen als Heilmittel genutzt gegen Rheuma sowie Leber- und Nierenleiden. In Pamukkale befindet sich ein Museum, welches Einblick gibt in das Leben der privilegierten Griechen und Römer. Ausgrabungen, Sarkophage und Hausgräber kann man dort bestaunen.

 

Bei einem Urlaub in der Türkei, beispielsweise in Bodrum, kann man Pamukkale gut erreichen über die nahegelegene Stadt Denizli. Schon von weitem sieht man die weiß leuchtenden Terrassen, die sich an den Berghängen befinden. Besonders reizvoll anzusehen ist in Pamukkale ein Sonnenuntergang, der die Becken in ständig wechselndes Licht taucht und sie erstrahlen lässt. Deshalb lohnt sich eine Übernachtung in Pamukkale. Für zahlende Touristen werden von einigen Touristenhochburgen auch Hubschrauberflüge nach Pamukkale angeboten.

 

 

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Artikel wurde zuletzt geaendert am:  25.05.2010; 17:45:11 Uhr





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