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Costa Rica mit seiner berühmtesten Sehenswürdigkeit – Vulkan Arenal

Costa Rica, die Reiche Küste, verspricht mildes Klima, Sonne, Strand und Meer. Das Land in Lateinamerika ist für Touristen noch recht unbekannt. Trotzdem hat es einiges zu bieten, vor allem in der Natur. Eine berühmte Sehenswürdigkeit des Landes ist der Vulkan Arenal. Costa Rica verfügt über sieben Vulkane. Nicht alle sind noch aktiv. Der jüngste und aktivste Vulkan ist der Arenal. Er ist zugleich einer der aktivsten Vulkane der Welt. Besteigen kann man ihn nicht. Viele Versuche, ihn zu besteigen, endeten tödlich, auch während der Ruhephasen. Toxische Gase treten aus dem Vulkankrater aus, Schlammlawinen können plötzlich auftreten. Costa Rica liegt auf dem Pazifischen Feuerring, der für seine vulkanische Aktivität bekannt ist. Aus sicherer Entfernung kann man den Vulkan gut sehen und die nähere Umgebung erkunden.

Der Arenal ist 1670 Meter hoch.

 

Er ist ein Schicht- oder Stratovulkan, der aus Lavaschichten besteht. Die Erstbesteigung erfolgte 1937. Zu dieser Zeit glaubte man noch nicht, dass es sich bei dem Berg um einen Vulkan handelt. Nach einer Ruhephase von 400 Jahren brach der Vulkan Ende Juli 1968 zum letzten Mal aus. Die benachbarten Ortschaften Pueblo Nuevo und Tabacon wurden dabei zerstört. Reste dieser Ortschaften kann man besichtigen. Der Vulkanausbruch forderte damals 87 Menschenleben. Im Gipfelbereich des Vulkans sowie an seiner Westflanke wurden 640 Kubikmeter Lava und 35 Kubikmeter Tephra ausgestoßen. Als Tephra werden vulkanische Ablagerungen bezeichnet, die noch unverfestigt sind. Seit dem Ausbruch von 1968 spuckt der Vulkan ständig Lava und Gestein. Sie ordnen sich um den Krater herum schichtförmig an. Dadurch wächst der Berg jährlich um mehrere Meter. Der Vulkankegel ist nahezu perfekt geformt. An den Hängen fließt die Lava herunter. Gesteinsbrocken mit bis zu 7,5 Meter Durchmesser werden bis zu 300 Meter hoch in die Luft geschleudert. Um in der Zukunft Katastrophen zu vermeiden, wird der Vulkan rund um die Uhr von Seismologen überwacht.

 

Kreuzfahrten und Sehenswürdigkeiten in Costa Rica

Meist ist der Vulkankegel von leichten Rauchschwaden umgeben. Bei gutem Wetter sind sie weithin sichtbar.

Der Ort La Fortuna liegt am Fuße des Vulkankegels. Von dort aus führt eine 8 km lange Verbindungsstraße zum Vulkan. Der größte Binnensee von Costa Rica, der Arenal-See, befindet sich ebenfalls dort. Dies ist ein Stausee, der in den 70er Jahren angelegt wurde. Viele Wassersportaktivitäten kann man dort ausführen. Besonders am Morgen kann man viele Vögel und mit etwas Glück auch Brüllaffen oder Nasenbären beobachten. Rund um den Vulkan befindet sich der etwa 4.000 Hektar große Nationalpark Volcán Arenal, der im Jahre 1991 gegründet wurde.

 

Er schließt den kleineren Vulkan Chato, der 1.100 Meter hoch und nicht aktiv ist, ein. Vom Nationalpark aus gibt es mehrere Wanderwege, die zu den erkalteten Lavaströmen führen. Ein recht junger Lavastrom stammt aus dem Jahr 1992. Dort türmen sich erkaltete Gesteinsbrocken in skurrilen Formen auf. Eine Wanderung zum Krater des Chato, der bedeutend älter ist als der Arenal, dauert ca. vier bis sechs Stunden. Sie ist für geübte Wanderer mit guter Kondition zu empfehlen. Geführte Wanderungen durch den Nationalpark werden angeboten. Im Nationalpark befinden sich verschiedene Beobachtungsstationen, von denen man einen guten Blick auf den Vulkan hat.

 

Bei Nacht bietet der Vulkan einen besonders schönen Anblick. In einer klaren Nacht kann man den Kontrast der glühenden Lavaströme am schwarzen Vulkankegel sehen. Am Tage sind diese Lavaströme nicht sichtbar aufgrund der Lichtverhältnisse. Dem Betrachter bietet sich bei günstiger Sicht in der Nacht ein faszinierendes Naturschauspiel, das sicher in unvergesslicher Erinnerung bleiben wird. Man kann beobachten, wie unter bedrohlichem Grollen glühende Felsbrocken in den dunklen Himmel geschleudert werden, wenn der Vulkan nicht gerade eine Feuerpause einlegt.

 

In der direkten Umgebung des Vulkans findet man nahezu überhaupt keine Vegetation. Vor der Eruption im Jahre 1968 war der Vulkankegel noch reich bewaldet. Die Eruption zerstörte die gesamte umliegende Vegetation. Der Nationalpark beherbergt jedoch schwer zugängliche Primärwaldreste. Der Park ist täglich geöffnet von 08:00 bis 22:00 Uhr. Pro Person kostet der Eintritt etwa 6 US-Dollar.

 

 

Rund um den Kegel des Arenal befinden sich zahlreiche heiße Quellen. Das Wasser tritt durch das Vulkangestein. Vier Thermalbäder laden ein zur Erholung. Das Tabacon Grand Spa ist das bekannteste und luxuriöseste. Bis 22:00 Uhr ist dieses Bad geöffnet. Man hat von dort aus einen herrlichen Blick auf den Arenal und kann die Eruptionen beobachten. Der Aufenthalt dort ist nicht gerade preiswert. Ein Tagesticket kostet dort 85 US-Dollar pro Person. Das Baldi Termae ist günstiger und weniger luxuriös, aber eben auch nicht billig. Dafür werden 38 US-Dollar für ein Tagesticket veranschlagt.

 

Der Ort La Fortuna hat sich aufgrund des Arenal zu einem Touristenzentrum entwickelt. Es sind dort Unterkünfte in den verschiedensten Preisklassen vorhanden. Wer etwas mehr Geld ausgeben möchte und einen schönen Blick auf den Vulkan haben will, der kann eine Lodge mieten. Sie befindet sich außerhalb von La Fortuna, auf der Straße zum Vulkan.

Viele organisierte Bustouren werden zum Arenal angeboten. Direkt von San José aus starten viele Bustouren. Dabei gibt es viele Zwischenstopps, die auch vor zahlreichen Souvenirshops halt machen. Günstiger sind Touren mit dem Mietwagen, bei denen man mehr Zeit hat, den Vulkan zu beobachten.

 

 

 



Artikel wurde zuletzt geaendert am:  21.06.2010; 14:36:51 Uhr





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