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Neuseeland mit seiner berühmtesten Sehenswürdigkeit – Abel Tasman Nationalpark
Besonders für Naturfreunde bietet das andere Ende der Welt mit Neuseeland eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten. Mehrere Nationalparks kann man dort besuchen. Der bekannteste ist der Abel Tasman Nationalpark, der sich auf der Südinsel Neuseelands befindet, an der Nordküste der Südinsel. Er umfasst ein Gebiet von 225,3 km² und ist der kleinste Nationalpark Neuseelands. Von der Stadt Nelson ist er etwa 70 km entfernt und befindet sich zwischen den Meeresbuchten Golden Bay und Tasman Bay. Südlich des Parks befindet sich eine Hügelkette. Von der Stadt Nelson aus gelangt man mit dem Bus zum Nationalpark. Auch von Takaka und Marahau ist der Park per Bus erreichbar.
Der Nationalpark ist Heimat vieler seltener Pflanzen und Tiere, besonders von Seevögeln. Man trifft dort auf Weißwangenreiher, Taraseeschwalben, Stelzenläufer, Makomakos und Kuckuckskäuze sowie eine Pinguinart. Zahlreiche Wald- und Singvögel, wie z. B. der Glockenvogel und verschiedene Taubenarten, leben im Park. In der Küstenregion des Parks herrscht das ganze Jahr über mildes Klima, bis zu 2200 Sonnenstunden im Jahr werden verzeichnet. Im Sommer liegen die Temperaturen um 25 °C, im Winter um 15 °C. In den höheren Lagen sind die Temperaturen niedriger und es fallen höhere Niederschlagsmengen. Zu jeder Jahreszeit ist der Park einen Besuch wert.
Neuseeland Reisen und Urlaub
Nicht nur reich an Naturschönheiten ist der Park, sondern er gibt auch Auskunft über die Geschichte der Menschheit, genauer gesagt der Ureinwohner Neuseelands, der Maori. Die ersten von ihnen siedelten sich vor mehr als 500 Jahren am Küstenstreifen des Nationalparks an. Sie jagten, fischten und betrieben den Anbau von Süßkartoffeln. Zumeist siedelten sie nur für begrenzte Zeit. Im Jahre 1642 erreichte als erster Europäer der Niederländer Abel Tasman Neuseeland und ging an der Küste des heutigen Nationalparks vor Anker.
Die Besiedelung durch weiße Einwanderer erfolgte etwa ab dem Jahr 1855. Sie schlugen Holz und gewannen durch Brandrodungen Ackerflächen. Teilweise bauten sie Granit in den Steinbrüchen ab. Anfang des 20. Jahrhunderts erkannten die Bewohner, dass sie diese einzigartige Landschaft erhalten müssen und sie nicht länger ausbeuten können. Sie verließen das Gebiet und siedelten sich im Landesinneren an. Heute ist von den menschlichen Eingriffen in die Natur kaum noch etwas zu bemerken, da der Nationalpark unter Naturschutz steht.
Genau 300 Jahre nach der Landung von Abel Tasman wurde im Jahre 1942 das Gebiet zum Nationalpark erklärt und nach seinem Entdecker benannt.
Der Nationalpark zeichnet sich aus durch Karstlandschaften und Höhlen bei Takaka Hill und Canaan Downs. Es gibt Mittelgebirge mit Laubwald, Grünland, Felsküsten und Sandstrände im Park. Im Park findet man feuchte und trockene Regionen. Die feuchten Regionen sind besonders artenreich. Viele Flussmündungen prägen den Park. Ein Teil des Küstenstreifens steht seit 1993 unter Naturschutz, es ist das 18,5 km² große Tonga Island Marine Resort.
Durch den Park führen viele Wanderwege. Bei Touristen besonders beliebt ist der Küstenwanderweg Abel-Tasman-Coastal-Track, der 51 km lang ist. Als Ausgangspunkt für Wanderungen sind die Orte Marahau als südliches Ende des Wanderweges und Totaranui als nördliches Ende des Küstenwanderweges besonders geeignet. Man sollte sich für Wanderungen ein paar Tage Zeit nehmen, um die einzigartige Natur des Parks in Ruhe zu genießen. Von vielen Stellen aus hat man einen wunderbaren Ausblick auf das Meer und auf die vielen schönen kleinen Buchten. Die Vegetation ist exotisch und vielfältig, wie z. B. Baumfarne und Nikaupalmen. In der Nähe der Küste bilden Granitfelsen viele bizarre Formationen. Zahlreiche Stellen bieten die Gelegenheit zu einer Wattwanderung, die sicher ein unvergessliches Erlebnis ist. An der Te Pukatea Bay kann man alte Pa-Festungen der Maori besichtigen. Herrliche Wasserfälle in der Nähe der Küste kann man vom Wanderweg aus erreichen.
Wer lieber im Inneren durch die Gebirgslandschaft wandern möchte, kann dies auf dem Inland Track, der durch die Hügellandschaft in das Zentrum des Parks führt und 37,5 km lang ist. Will man den gesamten Park auf diesem Weg durchqueren, dauert dies drei Tage. Gute Kondition ist hier gefragt. Kurze Wanderungen sind auf vielen Wegen am Rande des Parks möglich. Alle Wanderwege sind gut ausgebaut und mit vielen Aussichtspunkten ausgestattet.
Im Park gibt es acht einfach eingerichtete Hütten für Übernachtungen sowie mehrere Zeltplätze. Wer eine Übernachtung im Park plant, muss einen Campingpass erwerben. Reservierungen sind empfehlenswert. Schlafsack, wasserdichte Kleidung, Schuhe und Kleidung zum Wechseln sowie genügend Verpflegung sollte man mitbringen. Ebenso sind Sonnencreme, Sonnenbrille und Mütze oder Hut nicht zu vergessen.
Kajaktouren entlang der Küste sind bei Touristen ebenfalls sehr beliebt. Auch Boots- und Segeltouren sind möglich. Sie bieten die Gelegenheit für einen Besuch der abgelegenen Buchten. Selbstverständlich laden diese Buchten mit ihren schönen Sandstränden zum Baden und Verweilen ein. Wer möchte, kann tauchen oder schnorcheln. Man sollte vor Ort ein Boot oder Kajak mieten. Geführte Touren mit Boot oder Kajak sind ebenfalls vor Ort buchbar. Fahrten mit dem Wassertaxi zu bestimmten Stellen des Parks sind empfehlenswert. An verschiedenen Stellen kann man Robben, Seebären, Delfine oder Wale beobachten. Mit etwas Glück kann man Zwergpinguine sehen, die tagsüber zur Nahrungssuche ins Meer kommen.
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Artikel wurde zuletzt geaendert am: 17.05.2010; 22:18:17 Uhr











