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Der Hafen Al Baleed und die Ausgrabungsstätte im arabischen Land Oman

Al Baleed Hafen Oman Oman ist ein Land wie aus dem Märchen 1000 und eine Nacht und liegt auf der arabischen Halbinsel. Im Osten grenzt es an den Golf von Oman und das Arabische Meer und im Westen an die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien und Jemen. Oman ist ein Sultanat, was so viel bedeutet, als das es durch eine absolute Monarchie regiert wird und die wenigen Minister nur beratende Funktionen ausüben. Der Sultan ist also der Einzige, der hier Entscheidungen trifft. Hauptsächlich lebt Oman heute vom Export von Erdgas und Erdöl. Jedoch verfügt dieses Land aufgrund des Arabischen Meeres auch über ein sehr gutes Fischaufkommen. Hier tummeln sich nicht nur Thunfische, Haie und Sardinen, auch Wale und Delfine kann man beim Spielen beobachten. In Oman herrscht das ganze Jahr ein feuchtes und heißes Klima mit Temperaturen um die 30 Grad. Durch das angrenzende Arabische Meer und den Golf von Oman liegt hier meist eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit vor, sodass das Land oft im Nebel versinkt und meist mit leichten Nieselregen zu rechnen ist.

 

Oman wird von einem Gebirge durchzogen, dem Omangebirge, wobei es im Südwesten hin abfällt und zur Wüste wird, die das Land von Jemen trennt. In dieser Region beträgt die Temperatur im Winter jedoch um die 20 Grad. Auch kommt es hier zu vielmehr Niederschlag, die Regentage betragen hier meist um die 22 Tage pro Monat und lassen die Pflanzen in einem üppigen Grün erblühen. In dieser Wüstenregion liegt auch die Provinz Dhofar mit ihrer mittelalterlichen Hafenstadt Al Baleed, sehr malerisch und inmitten zweier Lagunen.

 

Urlaub und Reisen in Oman - Sehenswürdigkeiten erleben

 

Das Besondere und eine absolute Sehenswürdigkeit sind die Ausgrabungen einer ehemaligen Siedlung, die zwischen den Jahren 1995 und 2002 entdeckt wurden. Bei diesen Ausgrabungen kamen die Überreste einer ehemals sehr großen Moschee ans Tageslicht. 143 Säulen dieser Moschee wurden freigelegt. Weiterhin legte man die Grundmauern eines kolossalen Palastes, eine Wohnanlage nebst einem Friedhof frei. Auch viele Überreste von Münzen, Töpferwaren sowie anderen handwerklichen Geräten wurden gefunden, was darauf schließen lässt, dass hier früher ein geschäftiges Treiben stattfand und dies eine bedeutende Hafenstadt gewesen sein muss. Man geht davon aus, dass hier der Export von Räucherwaren weit über die Weltmeere arrangiert wurde. Von hier aus müssen Häfen in aller Welt wie zum Beispiel China und Indien beliefert worden sein.

 

 

Es stellte sich heraus, dass dies einer der wichtigsten Umschlaghäfen der Weihrauchkultur des Landes Oman war, sodass der Hafen Al Baleed bereits im Jahre 2000 als Weltkulturgut der UNESCO aufgenommen wurde. Im Jahre 2006 wurde diese Ausgrabungsstätte als Museum deklariert und für die Öffentlichkeit freigegeben. Gemütlich kann mir nun als Besucher über dieses riesige Areal schlendern und die imposantesten Funde bestaunen.

 

Um sich hier jedoch, auf diesem riesigen Gelände zurechtfinden zu können, sollte man sich entweder den Führungen anschließen oder sich aber, sofern man allein durch dieses Gebiet wandeln möchte, an den großen Übersichtsplänen orientieren. Bei jeder wichtigen Ausgrabungsstelle finden wir einen solchen Plan, der detaillierte Informationen enthält. Schade hier jedoch, in diesem imposanten Museum mit der bemerkenswerten Ausgrabungsstätte, Fotos dürfen nicht gemacht werden und bislang gab es auch noch keine Dokumentationen, die man erwerben konnte. Sollte man nicht so gut zu Fuß sein, kann man sich auch mit sogenannten Golfkarts durch diesen riesigen Park fahren lassen. Doch vom Hafen Al Baleed, der eingebettet in zwei Lagunen, zum wichtigsten Umschlagplatz Omans wurde, wurde nicht nur Weihrauchharz versandt. Von hier aus wurden auch sehr edle Pferde in alle Erdteile per Schiff versandt. Neben den Überresten der großen Moschee findet man auf dem Friedhof auch noch Grabsteine, die beschriftet sind und wunderschöne alte verzierte Säulen. Auch die Fauna bietet hier einen sehr üppigen Anblick. Eine Vielzahl von Baumwollpflanzen gibt uns den Eindruck, als wäre diese Ausgrabungsstätte in einem riesigen Wattebausch gebettet. Vor der Ausgrabungsstätte findet man viele Stände, die in der Mittagshitze eine willkommene Abwechslung bieten. Hier kann man im Schatten der Bars, eine erfrischende Kokosnuss ausschlürfen. Selbstverständlich kann man auch die Weihrauchsouks besuchen. Das Baumharz, aus welchem der Weihrauch gewonnen wird, gibt es nicht an vielen Orten.

 

 

 

 

Doch hier in Dhofar, findet sich eines der größten Gebiete, sodass sich der Hafen Al Baleed zunehmend als eine der wichtigsten Umschlaghäfen hierfür entwickelte. Das Harz wurde aus den knorrigen Bäumen gewonnen und noch heute lassen sich auf den Fundstücken Nachweise hierzu erbringen und entsprechend benötigte Handwerkszeuge wurden während der Ausgrabungen entdeckt. Kamelkarawanen kamen zur Erntezeit aus dem Norden des Landes, um Lebensmittel und Tabak gegen dieses Harz einzutauschen. Zu beachten hinsichtlich der Wichtigkeit des Harzes ist der religiöse Hintergrund. Vor 2000 Jahren wurde das Harz mit Gold aufgewogen. Es galt als Luxus, nur erschwinglich für die reiche Bevölkerung und man ging davon aus, dass der Duft des Weihrauches eine Verbindung mit dem Jenseits herstellt. Daher finden wir auch heute immer noch den Duft von Weihrauch in Kirchen und anderen religiösen Einrichtungen.

 

 

© Andrea Seemann - Fotolia.com



Artikel wurde zuletzt geaendert am:  13.06.2010; 11:57:00 Uhr





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