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Schottland mit seiner berühmtesten Sehenswürdigkeit – Loch Ness
Schottland verzaubert den Besucher mit wunderschönen Landschaften und sagenumwobenen Schlössern. Es gibt in Schottland viele Süßwasserseen, die Lochs. Die berühmteste Sehenswürdigkeit Schottlands ist sicher Loch Ness mit dem berüchtigten Seeungeheuer Nessie. Es befindet sich in den Highlands im Norden Schottlands, nahe der Stadt Inverness. Auf Grund seiner Tiefe ist Loch Ness der wasserreichste See in Großbritannien.
Inverness Castle, die einstige Festung der Stadt Inverness, besteht in ihrer ursprünglichen Form nicht mehr. Das jetzige Schloss wurde im 19. Jahrhundert errichtet und dient als Sitz der Stadtverwaltung. Der Turm kann besichtigt werden. Eine Burgruine ist Urquhart Castle, ebenfalls am Loch Ness gelegen. Sie hat eine bewegte Geschichte von mehr als 800 Jahren hinter sich. In einem Besucherzentrum kann man sich darüber informieren und einen Film ansehen. Von der Burg aus hat man einen wunderbaren Blick auf Loch Ness. Südwestlich der Burg befindet sich eine der tiefsten Stellen des Sees.
Loch Ness in Schottland besuchen
Vor mehr als 12000 Jahren, gegen Ende der Eiszeit, war Loch Ness wahrscheinlich eine Meeresbucht. Nachdem das Land bei Inverness befreit war vom Gletschereis, hob es sich und schnitt damit Loch Ness vom Meer ab. Loch Ness ist der zweitgrößte See Schottlands. Er ist 37 km lang, aber nur durchschnittlich 1,5 km breit. Seine Fläche beträgt 55 km². Mit ca. 230 Meter ist der See beachtlich tief. Es existieren jedoch Vermutungen, nach denen der See bis zu 1000 Meter tief sein soll. Daher ist der See das ganze Jahr über sehr kalt. Selbst an heißen Sommertagen steigen die Wassertemperaturen kaum über 7 °C. Der See friert im Winter nie zu. Die Wassertemperatur ist dann höher als die Lufttemperatur. Der See ist sehr dunkel. In einer Tiefe von etwa 2 m haben Taucher bereits sehr schlechte Sicht. Ungefähr in der Mitte wird der See in zwei Becken geteilt auf Grund von Ablagerungen des Flusses Foyers. Die Ablagerungen wachsen jährlich um etwa einen Millimeter an. Cherry Island ist die einzige Insel im See. Sie entstand in der Bronzezeit, vor etwa 4000 Jahren. Sie befindet sich am südlichen Ende des Sees und ist etwa 140 m vom Ufer entfernt. Die Insel hatte ursprünglich eine Größe von 49 m x 51 m, ist jedoch auf Grund des gestiegenen Wasserspiegels im See zum Teil überflutet worden und daher kleiner. Nahe der Burg Urquhart Castle befindet sich ein System aus vielen Unterwasserhöhlen.
Der Kaledonische Kanal verbindet die Atlantikküste mit der Nordseeküste. In ihn wurde im Jahre 1822 Loch Ness integriert. Die Highlands werden vom Graben Great Glen durchschnitten. Ein Teil des Grabens ist Loch Ness neben drei weiteren Lochs. Auf Grund der geologischen Verwerfungen in der Nähe des Grabens ist die Region um Loch Ness anfällig für Erdbeben.
Loch Ness ist von Laubwäldern mit üppiger Vegetation umgeben. Loch Ness ist der fischreichste See in Großbritannien. Dort leben Lachse, Forellen, Aale und Hechte. Im Herbst dient Loch Ness den Atlantischen Lachsen, die aus dem Meer einwandern, als Laichgrund. Sie halten sich dabei oft in großer Tiefe auf. Verschiedene Reptilien, Lurche, Vögel und Säugetiere bevölkern den See. Das Wasser von Loch Ness ist sehr sauber.
Einigen Schwimmern ist es gelungen, den See auf seiner Gesamtlänge von 37 km zu durchqueren. Der Rekord für eine einfache Durchquerung liegt bei knapp 11 Stunden.
Was macht den See so einzigartig, dass er so viele Touristen in seinen Bann zieht? Das ist selbstverständlich Nessie, das Ungeheuer. Viele Sagen und Legenden ranken sich darum, viele Menschen berichten, das Ungeheuer gesehen zu haben. Die ersten Sichtungen wurden im Jahre 1880 verzeichnet. Es existieren zahlreiche Fotos, die auf ein saurierähnliches Wesen hindeuten. Spekulationen zu Folge soll es sich um einen Plesiosaurier handeln, der im Loch Ness eingefangen ist, nachdem es vom Meer abgetrennt wurde. Auch eine etwa 20 m lange Seeschlange stellen sich viele unter Nessie vor. Viele Versuche wurden bis jetzt unternommen, um Nessie aufzuspüren. Dazu wurden im See lebende Forellen mit Sonargeräten ausgestattet. Wären ein oder mehrere Seeungeheuer tatsächlich vorhanden, würden sie dank des Fischreichtums reichlich mit Nahrung versorgt sein. Noch nie sind Leichen ertrunkener Menschen oder Tiere aus Loch Ness wieder an das Tageslicht gekommen. Dies ist ein weiterer Grund für Spekulationen über die Existenz von Nessie. Bislang gibt es keine Beweise über das Bestehen eines Ungeheuers. Am wahrscheinlichsten ist es, dass im Wasser treibende Baumstämme als Nessie gesehen wurden. Lassen wir jedoch den Spekulationen und der Fantasie genügend Raum, damit der See weiterhin nichts von seinem Zauber verliert.
In Drumnadrochit befinden sich zwei Besucherzentren. Sie dokumentieren mit Fotos, Berichten und verschiedenen Ausstellungsstücken die Sichtungen von Nessie. Informationen über Loch Ness und Umgebung sowie die Umwelt gibt es dort ebenfalls. Ein Souvenirshop gehört dazu. Drumnadrochit kann mit dem Boot erreicht werden. Es befindet sich ein kleiner Hafen im Ort. Zahlreiche Hotels in dem kleinen Ort laden den Besucher ein.
Loch Ness kann man im Rahmen einer Bootsfahrt erkunden. Es werden verschiedene Bootstouren angeboten, bei denen man auch die Insel Cherry Island besuchen kann. Wer Glück hat, sieht vielleicht Nessie.
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Artikel wurde zuletzt geaendert am: 17.05.2010; 18:29:54 Uhr











