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Singapur mit seiner bekanntesten Sehenswürdigkeit – Sri Mariamman Tempel
Der Sri Mariamman Tempel befindet sich im Stadtteil China Town, das in Singapur eine bedeutende Touristenattraktion ist. Der Sri Mariamman Tempel ist dort die bekannteste Sehenswürdigkeit. Er gilt als nationales Monument. Dabei steht das Bauwerk noch gar nicht einmal besonders lange. Es wurde im Jahre 1827 errichtet und ist damit für einen Tempel dieser Art relativ neu. Er ist der älteste Hindutempel in Singapur. Ursprünglich wurde dieses Heiligtum der Hindus als ein Holztempel erbaut. Im Jahre 1843 wurde es ersetzt durch einen Steinbau. Seitdem wurde er stets erweitert und mit neuen Ausschmückungen versehen. Er verfügt nun über zahlreiche Schnitzereien und Skulpturen. Der Tempel ist das älteste Zeugnis für die Geschichte der Hindus in Singapur. Es wird viel getan für die Erhaltung des Heiligtums.
Will man den Tempel besuchen, gilt es, einige Vorschriften einzuhalten. So müssen am Eingang die Schuhe ausgezogen werden. Socken darf man anbehalten. Rauchen ist verboten. Man darf auf gar keinen Fall jemanden beim Gebet stören. Die Gottheiten darf man nicht berühren. Regionen, die mit Seilen abgesperrt sind, darf man nicht betreten. Ansehen des Tempels ist gestattet, auch fotografieren und filmen darf man.
Die Idee zur Errichtung des Tempels stammt von dem Händler Naraina Pillai. Gemeinsam mit Sir Stamfort Raffles kam er im Jahre 1819 in Singapur an. Da sich an dem Ort, der den Hindus für einen Tempelbau zugeteilt wurde, im heutigen Stadtteil Little India, keine Quelle frischen Wassers befand, die den Hindus für rituelle Waschungen wichtig ist, wurde Herrn Pillai gestattet, alternativ dazu am heutigen Stamford Kanal einen Tempel zu errichten. Dieser Standort ist im heutigen Chinatown.
Für jeden Hindu ist der Gottesdienst im Tempel von besonderer Bedeutung. Ein Hindu glaubt, dass die im Tempel befindlichen Abbilder der Gottheiten die wahren Gottheiten veranlassen, sich dort niederzulassen. Die Priester dienen den Gläubigen als Kontaktmedien mit den Gottheiten.
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Wie in jedem hinduistischen Tempel, so darf auch im Sri Mariamman Tempel das Innerste, was als Allerheiligstes gilt und den Wohnsitz des Hauptgottes darstellt, nur von Priestern betreten werden. Die Gläubigen entlohnen die Vermittlung zu den Göttern mit Bargeld, Blumen, Obst oder anderen Gaben.
Wenn man den Tempel besucht, kann man die Gläubigen bei ihren Ritualen beobachten. Am Tempeleingang hängen als Symbol der Reinheit sowie zur Begrüßung der Gläubigen Blätter von Mango und Kokos. Haben die Gläubigen sich ihrer Schuhe entledigt, läuten sie die Glocken und bitten damit um die Erfüllung ihrer Wünsche. Bevor sie den Tempel betreten, waschen sie Hände und Füße und benetzen den Kopf mit Wasser. Sie zerteilen Kokosnüsse, dies soll bedeuten, dass sie ihr Innerstes offenbaren.
Der Sri Mariamman Tempel wurde nach altem hinduistischen Vorbild errichtet. Schon im Altertum wurden hinduistische Tempel in diesem Stil erbaut.
Der Tempel ist der Göttin Mariamman gewidmet, die von den Hindus verehrt wird für die Heilung von epidemischen Krankheiten.
Das Gopuram, Eingangstor, ist mit vielen Figuren aus der hinduistischen Mythologie ausgestattet. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde es errichtet. Es bestand ursprünglich aus drei Stufen. Zu dieser Zeit befanden sich an ihm noch nicht viele Skulpturen. Erst um 1930 wurde es ausgebaut. Restauriert und mit einer Vielzahl von Skulpturen bestückt wurde es in den 1960er Jahren. Es besteht jetzt aus sechs Stufen. In den letzten hundert Jahren wurde der Tempel mehrfach umgebaut und neu ausgeschmückt. Genau in der Mitte des Tempels befindet sich das Allerheiligste mit dem Wohnraum des Hauptgottes. Dazu in gerader Linie befindet sich das Flaggenhaus. Zu bestimmten Anlässen wird dort die Tempelflagge gehisst. Um das Allerheiligste herum sind weitere Heiligtümer angeordnet, die den Wohnsitz der Gottheiten darstellen, die dem Hauptgott untergeordnet sind. Überall im gesamten Tempel findet man zahlreiche Darstellungen von Gottheiten sowie aus der Geschichte und dem Glauben der Hindus. Alle Figuren zeichnen sich durch aufwendigen Schmuck und filigrane Verzierungen aus. Der Besucher wird die Farbenpracht dieser Figuren zum Teil sogar als kitschig empfinden. Liebe zum Detail ist den Hindus bei der Gestaltung ihrer Figuren wichtig. Viele Figuren sind aus Stein gearbeitet bzw. gegossen, andere sind aus Holz geschnitzt.
Alle zwölf Jahre findet für den Tempel eine große Weiheprozession statt. Das Gebäude wird dabei komplett renoviert.
Der Tempel ist ein beliebter Ort für Hochzeiten, die dort fast täglich stattfinden. Im hinteren Bereich des Tempelkomplexes befindet sich eine Kunsthalle, in der außer Hochzeiten auch Präsentationen, Meetings, Seminare und kulturelle Veranstaltungen stattfinden.
Am Abend hört man traditionelle Musik. Viele farbige Lampen leuchten in der Dämmerung und Dunkelheit den Tempel aus.
Anlässlich des Thimithifestes wird im Innenhof des Tempels ein Feuerlauf ausgetragen. Es findet jedes Jahr im Oktober / November statt und zieht viele Touristen an. Das Navarathiri-Festival (Neun-Nächte-Festival) ist ebenfalls von großer Bedeutung. Das ganze Jahr über finden rund um den Tempel viele religiöse Feste statt.
Der Tempel befindet sich an der South Bridge Road im Herzen von Chinatown. Er ist gut zu erreichen mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Im Hintergrund des Tempels befinden sich moderne Hochhäuser. Im Umfeld des Tempels befinden sich buddhistische Tempel sowie das Zentrum des Kulturerbes von Singapur.
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Artikel wurde zuletzt geaendert am: 13.06.2010; 13:31:25 Uhr











