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Meine Reise mit der MS Berlin

Reisebericht MS Berlin Einmal eine kleine Nebenrolle in der Serie Traumschiff auf der MS Berlin zu haben passiert nicht alle Tage. Mehr durch Zufall als gewollt waren wir, auch wenn nur für einen winzigen Moment, Komparsen in einer Traumschifffolge. Wir wollten eine Kreuzfahrt von Kiel mit Highlight nach St. Petersburg und wieder zurück machen.

Als wir in Kiel an Bord der MS Berlin gingen, sahen wir zwar die ganze Ausrüstung der Filmcrew, hatten aber doch nicht an so was gedacht.

Na ja, uns konnte man dann halt in einer der nächsten Traumschifffolgen im Fernsehen sehen.

Das hielt uns aber nicht davon ab, es uns nach dem Einchecken, erst mal in unserer Kabine gemütlich zu machen. Einfach himmlisch, die geräumigen Kabinen. Schön und funktional eingerichtet hatten wir die Bequemlichkeit und den Komfort wie in einem 4-Sterne-Hotel. An persönlichem Service mangelte es nicht. Das 185 Personen zählende Besatzungspersonal war abends wie auch rund um die Uhr für das Unterhaltungsprogramm zuständig und versorgte die insgesamt 370 Passagiere an Bord sehr zuvorkommend. Jede Stunde wurde was anderes auf dem Schiff geboten. Uns wurde es während den Tagen die wir nur auf See verbracht haben nie langweilig.

 

Reisen mit der MS Berlin erleben

 

In Kiel ging also die Fahrt los. Der nächste Tag war einer der Seetage, wo wir es uns so richtig gehen ließen. Es gab ja schließlich genügend Abwechslung an Bord.

 

Unser erster Anlaufhafen war Stockholm in Schweden. Allein das Durchfahren der Schären ist ein Erlebnis was man sich nicht entgehen lassen und mit der Kamera festhalten sollte. Neben einer zweistündigen Stadtrundfahrt besuchten wir unter anderem das Gebäude in der die Nobell-Preise verliehen werden.

Weiter ging es nach Helsinki. Mit dem Shuttle-Service ging es nach einem ausgiebigen Frühstück als erstes zu Stockmann, dem größten Kaufhaus in Skandinavien. Nur fünf Gehminuten entfernt liegt der Marktplatz mit zahlreichen Ständen. Die Sachpreise waren hier noch relativ günstig. Jedoch sind die Preise für Essen und Trinken in Helsinki, sowie generell in Skandinavien sehr hoch. Die Uspenski-Kathedrale und der weiße Dom am Senatsplatz sind einen Abstecher wert.

Von Helsinki fuhr das Schiff dann nach St. Petersburg, wo wir einen zweitägigen Aufenthalt hatten. Es war wunderschön. Unsere Erwartungen von der Stadt wurden noch übertroffen.

Wir legten im Industriehafen an. Der Kontrast zwischen dem strahlend weißen Luxusliner und dem himmelblauen Wasser war traumhaft schön. Wir waren sehr neugierig und wollten die Stadt erkunden. Gut das wir an alles gedacht und eingeplant hatten, denn zum Verlassen des Schiffes brauchten wir für die Zeit des Landausfluges ein Visum.

Durch eine sehr freundliche russische Reisebegleiterin, der ausgebrochen gut deutsch konnte, erfuhren wir so einige Insider-Informationen. Zuerst gingen wir zur Isaaks-Kathedrale, deren Kuppeln reich mit Gold verziert sind. Kleinere Kreuzfahrtschiffe warteten schon im Newa-Hafen in der Stadtmitte für eine kleine Flussreise. Danach ging es zur Peter-Paul-Festung, welche vom Gefängnis und einer Münzprägeanstalt umgeben ist. Zum Schluss haben wir auch noch den Panzerkreuzer Aurora gesehen. Anschließend ging es wieder zurück zum Schiff. Ach ja, den  Katharinenpalast haben wir natürlich auch gesehen. Er ist wirklich wunderschön.

 

 

Kreuzfahrt von Kiel nach St. Petersburg mit der MS Berlin

Am nächsten Tag kamen wir nach Klaipedia. Sie ist die drittgrößte Stadt in Litauen. An der Ostküste der Ostsee ist der Hafen von Klaipeda der nördlichste eisfreie Hafen und die wichtigste Transportverbindung zwischen Ost und West. Der Ort ist wegen seiner vielfältigen Architektur zu einem interessanten Tourismusort geworden. Die vielen Sehenwürdigkeiten in Klaipeda, wie das größte Granitdenkmal die Arche, Meridianas der stolze Segler oder das Delphinarium und Meeresmuseum sind einen Besuch wert. Wir schlenderten durch den Skulpturenpark und gingen dann zum Theaterplatz im Herzen der Altstadt um uns den Simon-Dach-Brunnen anzuschauen. Noch schnell eine Erfrischung und schon wurde es Zeit wieder aufs Schiff zu gehen.

Der letzte Anlaufpunkt war die Stadt Gdynia in Polen in der Nähe von Danzig. Hier stand unter anderem eine einstündige Stadtrundfahrt auf dem Plan. Die Stadt ist wirklich sehenswert. Einblicke in die Ritterzeit bekamen wir in der Marienburg. Wer hier mal herkommt muss sich unbedingt diese Burg anschauen.

Die Rückfahrt führte an Rügen vorbei wieder nach Kiel.

 

Das Schiff strahlt einen unheimlichen Charme aus. Neben einem schönen Restaurant besitzt das Schiff 4 Bars. Die Lido-Bar, die Bar Royal, der Club-Raum mit einer Bar und die große Lounge mit Tanz sorgen dafür, dass keine Langeweile aufkam. Die vielen Sportmöglichkeiten haben wir nicht wahrgenommen, aber im Tontaubenschiessen, was an Bord angeboten wurde, hatte ich mich versucht. Mit so vielen Eindrücken während der Fahrt und überhaupt vom ganzen Schiff mit allem drum herum kamen wir wieder zu Hause an.

 

 

(c) Bild  Rolf Richter



Artikel wurde zuletzt geaendert am:  14.12.2009; 17:00:23 Uhr





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